Seit 1819 pflanzt man hier Weinreben. Im Norden der Insel befinden sich die besten Weingüter. Es werden vorwiegend deutsch-inspirierte Weißweine hergestellt.
1819 plflanzte der Missionar Samuel Mardsen die erste Rebe. Die ersten Siedler waren Engländer, die nicht viel vom Weinanbau verstanden. Viele der kleinen Weingüter mußten schon nach wenigen Jahren wieder aufgeben. Erst als im 20. Jhdt. Italiener und Dalmatiner einwanderten und ihre Erfahrungen mitbrachten, erlebte der Weinbau seinen Aufschwung. Im Norden beginnend breiteten sich die Anbauflächen nach Süden hin aus. Die Qualität der Weine begann langsam zu steigen.
Das Klima auf den beiden Inseln (der Nord- und der Südinsel) ist recht abwechslungsreich. In Auckland im Norden herrscht subtropisches Klima, kühl ist es hingegen in Central Otago. Das regionale Klima wird zudem durch die bis zu 4000 m hohen Gebirgsketten beeinflußt.
Auf der Nordinsel liegen die größten Anbauflächen. Die besten Ergebnisse werden in den Regionen Auckland, Waikatu, Hawke´s Bay und Gisborne erzielt. Das Hauptaugenmerk liegt auf Weißweinen, die vor allem in Marlborough besonders gut gelingen. Der Müller-Thurgau war bis in die 80er Jahre hinein die beliebteste Rebsorte. Auch Chardonnay, Sauvignon Blanc und Cabernet Sauvignon werden angebaut. Die Weine werden in der Regel im deutschen Stil gehalten.
Das Weingesetz Neuseelands schreibt seit 1924 vor, daß Wein nur aus Trauben gewonnen werden darf. Seit 1981 ist der Zusatz von Wasser verboten.