Uruguay ist eines der wenigen seriös Wein produzierenden Länder Südamerikas. die Produktion von Qualitätsweinen findet hier gute Vorraussetzungen.
Uruguay war ursprünglich von Indianern besiedelt, die jedoch in zahlreichen Kämpfen nach der Entdeckung 1516 nahezu restlos vernichtet wurden. Die Kolonialisierung setzte erst im 17. Jhdt. ein. Der moderne Weinbau hielt gegen Ende des 19. Jhdt. Einzug und hat sein Zentrum rund um die Stadt Montevideo.
Die Anbaugebiete Montevideo, Canelones, San José, Colonia, Soriano, Paysandú, Florida und Durzno liegen am Übergang von der 600m ü.M. liegenden Hochebene und der argentinischen Pampas.
Es werden alle Weinsorten von Weißwein über Rotwein, Rosé, Schaumweine und Vermouth erzeugt. Großer Beliebtheit erfreut sich der einheimische Vino Seco. Er entsteht durch den Verschnitt von gleichen Teilen Rot- und Weißwein. Der Verschnitt wird dann aufgespritet und reift längere Zeit in der Sonne. Die häufigsten Rebsorten sind der blaue Tannat, die russische Isabella, aber auch Cabernet und Vidiella, Barbera und Nebbiolo, Sémillon, Sauvignon Blanc, Pinot Blanc und Trebbiano. Der Tannat wird hierzulande Harriague genannt und ergibt alkoholstarke, tanninreiche Weine mit gutem Lagerpotential.
Die INAVI (Instituro Nacional de Vitivinicultura) kontrolliert die Produktion. Es gibt ein Ursprungssystem, das an die spanische Denominación de Origen angelehnt ist.