Der Weinbau wurde von den spanischen Eroberern begründet. Chile blieb von der Reblaus verschont und so ist es heute das einzige Land, das Weine aus ungepfropften Rebstöcken produziert.
Die Geschichte des Weinbaus geht in Chile bis ins 16. Jhdt. zurück. 1850 begründete Silvester Ochagavia mit französischen Rebsorten den modernen Weinbau. Klima und Boden bieten günstige Vorraussetzung für die Weinproduktion.
Chile ist ein Land mit extremen Klimaunterschieden, heiße Wüsen im Norden und das karge, regnerische Feuerland im Süden. Wegen der kalten Meeresluftströmungen findet man die Weinanbauflächen etwas ins Landesinnere versetzt. Manche Weinberge müssen künstlich bewässert werden. Die angeschwemmten Sedimente und Kiese machen den Boden dem des Médoc ähnlich.
Chile unterteilt sich in drei Anbaugebiete: Norden, Mitte und Süden. In der nördlichen Region, die die wärmste der drei ist, werden süße Weine und Tafelweine aus der Muskat-Traube produziert. Das mittlere Gebiet ist bekannt für seine Qualitätsweine. Hier werde sowohl weiße als auch rote Sorten hergestellt. Die Weine ähneln jenen aus dem Bordeaux. Die Weine der südlichen Region sind einfach und gut. Die beliebtesten Rebsorten sind Cabernet Sauvignon, Merlot, Mal, Sém, Sauvignon Blanc und Chardonnay.
Produktion und Verbrauch des Weines wird durch ein strenges Kontrollsystem geregelt. Auch das chilenische Weingesetz erinnert stark an Frankreich mit seinem Appellationssystem. Exportweine müssen einen Mindestalkoholgehalt von 12% bei Weißweinen und 11,5% bei Rotweinen aufweisen können.