Die ersten Siedler stießen hier auf wilde Weinreben. In 4 der 10 Provinzen baut man heute Wein an. Die Hybriden haben die Labrusca-Sorten fast vollends verdrängt.
Der Deutsche Johann Schiller kam un 1810 nach Kanada und war der erste Winzer in diesem Land. Noch heute sind die Weine vom deutschen Stil geprägt. Die Hybriden Catawba und Isabella brachten den Weinbau am Ende des 19. Jhdt. erst so richtig in Schwung. Ursprünglich wurden die Weine aus der Lambrusca-Traube hergestellt und waren süß und fruchtig im Geschmack. Die Lambrusca-Traube ist seit 1988 allerdings verboten. Die Vinters Quality Alliance (VQA) legte strenge Qualitätsrichtlinien fest. Das Ergebnis war eine enorme Qualitätssteigerung.
In dem flächenmäßig zweitgrößten Land der Erde herrscht kühles, im Süden kontinentales Klima mit heißen Sommern und sehr kalten Wintern. Die wichtigsten Anabaugebiete liegen in Ontario an den großen Seen.
Die Qualitätsweine werden von den trockenen Weißweinen deutschen Stils angeführt. In Kanada hergestellte Rotweine sind meist leicht und fruchtig. Den größten Exportanteil hat eine kanadische Spezialität - der Eiswein. Die vorherrschenden Rebsorten sind die weißen Syval und Vidal Blanc und die roten De Chaunac, Maréchal Foch und Baco Noir. Lambrusca-Sorten werden zwar nach wie vor angebaut, ihr Anteil ist jedoch auf ein unbedeutendes Maß zurückgegangen und ist weiter im Abnehmen begriffen. An iherer Statt nehmen die Vinifera-Sorten immer mehr zu.
Das kanadische Weingesetz (VQA) wurde 1988 gegründet und wird auch in anderen Gebieten angewendet. Es unterscheidet zwischen Provincial Designation und Geographical Designation. Die sogenannten Speciality Wines (u.a. Eiswein, Botrytis-Wein, und verschiedene Spätlesen) dürfen, sofern sie getestet sind, das VQA-Zeichen in Gold auf schwarzem Untergrund tragen.