Hier begann der Weinbau mit dem einheimischen Vitis Lambrusca. Die Lambrusca-Sorten haben einen sehr ausgeprägten Charakter und eignen sich nicht unbedingt für die Weinherstellung, sondern eher für die Traubensaft- oder Marmeladeherstellung. Es wurden aber auch Hybriden aus Lambrusca und Vinifera-Sorten angebaut. Weingärten gibt es seit über 300 Jahren in New York State. Die Prohibition brachte auch hier die Weinindustrie fast zum erliegen. Sie erholt sich seit 1976, als es den Winzern gestattet wurde, ihren Wein ab Hof zu verkaufen, wieder. Heute gibt es über 130 Weingüter. New York State ist der zweitgrößte Weinproduzent in den USA.
Man unterteilt New York State in vier Regionen mit sechs AVAs: lake Erie, Finger Lakes, Cayuga Lake, Hudson River, Long Island, North Fork of Long Island und The Hamptons.
Der Grund für die Bevorzugung der widerstandsfähigen Lambrusca-Sorten sind die harten Winter hier. Die großen Wasserflächen von Lake Erie und dem Atlantik sorgen allerdings für ein Mikroklima, in dem auch Vinifera-Sorten gut gedeihen können. Die Böden sind sehr unterschiedlich, es dominieren Schiefer, Schieferlehm und Kalkstein.
Die Weine sind, mit Ausnahmen, nach wie vor einfach und werden aus heimischen Rebsorten hergestellt. Am interssantesten sind die Weine der Vinifera-Sorten und Syval blanc und Cayuga White. Gute, fruchtige und säurebetonte Weißweine stammen von den Weingärten um die Finger Lakes. Auch die Schaumweine, die man hier Champagne nennt, genießen zu recht einen guten Ruf. Die interessantesten Rotweine stammen von Long Island, wo man auch gute Chardonnays in Eichenfässern ausbaut. |