Als eine wichtige Kolonie des antiken Griechenland hat diese Region eine lange Weinbautradition. In der wilden Landschaft gedeihen fruchtige Rotweine mit viel Kraft und Herbe.
Die Weinbaugeschichte Siziliens ist mittlerweile über 2500 Jahre lang. Von den vielen Nationen, die im laufe der Zeit über die Insel herrschten war das Bourbonische Reich Anfang des 19. Jhdt. für den Weinbau am bedeutendsten. Noch heute ist der französische Einfluß in den sizilianischen Weinen zu merken.
Die Reben wachsen auf den schwefelhaltigen, teils vulkanischen Böden der wilden, gebirgigen Landschaft. Schroff wie die Landschaft ist auch das Klima mit heißen Sommern und zahlreichen Gewittern im Winter. Nur im westen der Insel, wo die Landschaft hügelig ist, präsentiert sich auch das Klima etwas milder. Das Etna-Massiv beherrscht den nordöstlichen Teil der Insel.
Auf Sizilien wird sowohl Leicht- als auch Starkwein hergestellt. Die Leichtweinproduktion wird mit fruchtigen, kraftvollen Rotweinen der DOC Etna angeführt. Am bekanntesten ist Marsala die 95% der DOC-Produktion bestreitet. Der Starkwein wird entweder aus einem Basiswein unter Beimischung von süßem Wein und Weinbrand (sifone) und gekochtem Traubenmost (cotto) oder aus trockenem Vergine, der verstärkt 5-10 Jahre gelagert wird hergestellt. DOC Moscato di Pantelleria ist bekannt für die vielfältigen Muscat-Weine, die als stiller süßer Wein ebenso wie schäumend oder verstärkt vorkommen. Die Rebsorten sind meist lokal wie zB. Grillo, Cataratto, Carricante, Minella, Zibibbo und Grecanico (weiß) und Calabrese, Catanese, Grappato, Nerello und Gaglioppo (rot). Cabernet Sauvignon, Chardonnay und Sauvignon Blanc werden zwar angebaut, kommen jedoch nur in sehr geringen Mengen vor.
Das Weingut von Hans Bauer bewirtschaftet stattliche fünfzehn Hektar Weingärten in der traditionell für Rotwein bekannten Gemeinde Jetzelsdorf bei Haugsdorf nahe der Grenze zur tschechischen Republik....