Kalabrien war eine bedeutende Festung der griechischen Kolonie auf der südlichen Apenninenhalbinsel. Bis ins 19. Jhdt, als der große Reblausangriff fast den gesamten Bestand vernichtete, genossen die Weine einen sehr guten Ruf und wurden bis nach Nordeuropa exportiert. Der Criò wurde schon in der Antike von den Olympiasportlern getrunken. 1968 wurde diese Tradition in Mexico wieder belebt.
Die meisten Weinberge Kalabriens liegen an der Küste, wo im Gegensatz zu der Hochebene im Landesinneren ein Mittelmeerklima herrscht. Die Hochebene ist von heißen Sommern und kalten Wintern mit reichlich Niederschlag geprägt.
Die Rotweine dominieren in den DOC Criò, Donnici, Savuto, Pollino und Lamezia. Die meist süßen Weißweine stammen u.a. aus der DOC Greco di Bianco. Am bekanntesten ist jedoch immer noch der Criò, den es auch als Rosé- und trockenen Weißwein gibt. Zu den roten Rebsorten zählen Gaglioppo, der in jeder DOC vorkommen muß, Greco nero, Nerello, Nocera und Sangiovese. Weißweine werden aus den Rebsorten Greco Bianco, Guarnaccia, Pecorello und Trebbiano Toscano hergestellt. |