Die Weinbautradition dieser Region geht bis auf die Antike zurück. Heute die volumenmäßig größte Region Italiens erzeugt man hier 80% Rotweine. Viele Weine besitzten heute eine gute Ausgewogenheit und können sich mit Norditalien messen.
Die Weine aus dem antiken Tarantum wurden schon von den Griechen und den Römern geschätzt. Die Weinbauern entwickelten in den letzten Jahren ein Qualitätsbewußtsein, das es ihnen ermöglicht, mit den norditalienischen Weinen mitzuhalten.
Im Süden Italiens ist es sehr heiß und sonnenreich. Viele Weinberge werden tropfbewässert, um den Weinen nicht einen zu starken Rosinengeschmack zu verleihen. Die Reben wachsen auf roten, eisenhältigen Kalksteinböden.
Es gibt 23 DOC in dieser Region. Die wenigsten sind jedoch bekannt. Die starken, konzentrierten Weine wurden oft in Frankreich und Norditalien zum verschneiden von kommerziellen Weinen benutzt. Ein Großteil der Produktion stammt aus der riesigen Appellation Castel del Monte. Die Weine besitzen Tiefe in Farbe, Duft und Geschmack. Erwähnenswert sind auch die Primitivo di Manduria, die sich mit ihrem kräftigen Charakter mit dem kalifornischen Zinfandel vergleichen lassen. Aus der örtlichen Rebsorte Verdeca wird der weiße Locorotondo hergestellt, der im besten Fall Frucht und leichte Säure aufweist. Zu den verwendeten Rebsorten zählen Verdeca, Bianco d'Alessano, Bombino Bianco, Trebbiano, Malvasia Bianca, Pampanuto und Albino für weiße Weine und Primitivo, Bombino Nero, Negroamaro, Uva di Troia, Sangiovese, Ottavianello, Barbera, Aleativo di Trani und Malvasia Nera für rote.