Früher konzentrierte man sich auf die einheimische Sorte Concord. Nach der Entdeckung des hiesigen Gewürztraminers nahm die Produktion von "Varietals" enorm zu.
Washington ist sozusagen der Obstkorb Amerikas. Neben vielen verschiedenen Früchten wie zB. Äpfel, Birnen und Speisetrauben wird auch Wein angebaut. Bevor der Kellermeister André Tchelistcheff in die Region kam und den dort zunächst probehalber angebauten Gewürztraminer zum besten von ganz Amerika erklärte, konzentrierte sich die Weinproduktion auf Weine aus der Rebsorte Concord. Daraufhin nahm die Produktion von Varietals stark zu und die Anzahl der Weingüter stieg von zwei (1960) auf über achzig.
Die drei AVAs von Washington sind Columbia Valley, Walla Walla und Yakima Valley.
Washington liegt auf den gleichen Breitengrad wie Bordeaux oder Burgund. Die bekanntesten Anbaugebiete sind Yakima Valley und Columbia River Basin. Gebirgsketten der Cascade Mountains schützen diese Gebiete vor den kühlen Winden des Meeres. Das Wetter hat einen kontinentalen Charakter. Der Regen stellt hier kein so großes Problem dar wie in Oregon - manche Weinberge müssen sogar künstlich bewässert werden. Da die Reben auf Sandböden wachsen sind zum Schutz vor der Reblaus keine Unterlagsreben erforderlich.
Aus den Rebsorten Chardonnay, Chenin Blanc, Sauvignon Blanc, Geürztraminer und White Riesling (weiß) und Cabernet Sauvignon, Merlot und Lemberger (rot) werden fast ausschießlich Varietals erzeugt. Wegen dem kühleren Klima sind die Weine aus Washington leichter als jene aus Kalifornien.