In Nordamerika fanden die ersten Siedler wild wachsende Reben vor. Das größte Anbaugebiet ist Kalifornien, gefolgt von Oregon, Washington State und New England.
Der Wickinger Leif Erikson soll hier wild wachsende Trauben entdeckt und das Land daraufhin "Vinland" (Weinland) genannt haben. Schon die ersten Siedler erzeugten aus diesen Reben einen Wein, dessen Beigeschmack heute als "foxy" bezeichnet wird. Die Einfuhr europäischer Rebsorten scheiterte kläglich an der damals noch unbekannten Reblaus. Erst amerikanische Hybriden aus Lambrusca und Vinifera überlebten. Der "foxy"-Geschmack blieb jedoch erhalten. Als man gegen Ende des 18.Jhdt. erstmals Edelreiser auf amerikanische Unterlagsreben propfte wurde der Weg für einen erfolgreichen Weinanbau geebnet.
Das größte Weinanbaugebiete ist heute Kalifornien. Außer in Alaska wird auch in fast allen anderen Staaten Wein erzeugt und in den meisten Fällen auch regional konsumiert. Von den vielfältigen Weinen, die in Nordamerika erzeugt werden stammen die besten aus europäischen Rebsorten wie zB. Cabernet Sauvignon, Pinot Noir und Merlot für die roten Sorten sowie Sauvignon Blanc und Chardonnay für Weißweine. Die einheimischen Rebsorten verlieren immer mehr an Bedeutung.
Das amerikanische Weingesetz ähnelt der französischen Appellations-Regelung. Man teilt das Land in verschiedene AVA´s (Approved Viticultural Areas) ein. Jede einzelne AVA muß hinsichtlich Klima, Bodenverhältnisse und Geschichte einzigartig sein und erhält eine klare geographische Abgrenzung. Bis 1998 wurden 131 AVA´s registriert.
Die Weinproduktion wird größtenteils von kleinen Betrieben, den sog. "Boutique Wineries" aber auch von riesigen Weinfabriken bestritten.
Niels Udsen stammt von einer dänischen Einwandererfamilie ab. Sein um die 90-er Jahre gegründeter Betrieb ist enorm angewachsen. Heute werden vor allem Auftragsarbeiten für Großunternehemen ausgeführ...