Die Wurzeln des südafrikanischen Weins reichen bis 1656 zurück. Unter den etwa 200 Hugenotten, die zwischen 1688 und 1690 ins Land kamen waren einige erfahrene Winzer. Man teilte ihnen Boden zu und sie begannen mit dem Weinanbau. Den internationalen Durchbruch schaffte Südafrika mit dem süßen Constantia-Wein, der im 18. und 19. Jhdt. sehr beliebt war. Noch heute produziert man in Südafrika verschiedenste Qualitätsweine.
Der Großteil der Reben steht in der sog. Coastal Region, einem halbmondförmigen Gebiet an der südlichen Küste. Es regnet hier viel. Im Sommer sorgen stetige Südwestwinde für eine gewisse Abkühlung. Die Bree-Rivier-Vallei-Region liegt im Landesinneren und ist daher durch das dort herrschende Binnenlandklima gekennzeichnet. Die Reben müssen hier künstlich bewässert werden. Der Wein wird zu großen Teilen destiliert, der Rest wird zu guten Qualitätsweinen verarbeitet.
Waren früher hautpsächlich die südafrikanischen Starkweine vom Sherry- und Portweintyp bekannt, so stellt man heute auch allerlei rote und weiße Qualitätsweine her. Die besten Weine werden aus den Rebsorten Cabernet Sauvignon, Pinot Noir, Shiraz, Cinsaut, Merlot und Pinotage hergestellt. Bei den Weißweinen gelten Chardonnay, weißer Riesling, Sauvignon Blanc, und Chenin Blanc als die besten Rebsorten.
1973 wurde die Bezeichnung Wine of Origin (WO) eingeführt. Die WO-Bezeichnung garantiert entweder Ursprung, Herkunft, Rebsorte oder Jahrgang. Das Weingesetz sieht weiters die Bezeichnung Varietal Wines (Weine aus einer Sorte) vor, bei der mindestens 75% aus der genannten Rebsorte die wiederum zu 75% in einem einzigen Jahrgang vinifiziert wurde bestehen muß. Die sogenannten "bus-tickets" am Flaschenhals haben seit 1993 keine Gültigkeit mehr.
Erstmals aufgefallen ist dieser Winzer mit dem 96-er Jahrgang. Seitdem nimmt die Qualität der Weine auch von Jahr zu Jahr zu, wobei der Winzer das ganze Potential noch nicht ausgeschöpft hat. Man darf...