Die Weinberge an den Hängen des Ararat werden schon im Alten Testament erwähnt. Im Laufe von fast 2000 Jahren, bis der Islam die alte Welt eroberte, wurde hier viel Wein produziert. Die islamische Einstellung dem Wein gegenüber ist sehr restriktiv - sie wird aber selten eingehalten. Mohamed bezeichnet den Wein im Koran als eine gute Gabe des Lebens. Nach dem griechischen Freiheitskrieg am Beginn des 20. Jhdt. ging die Weinproduktion stark zurück.
Die türkische Landschaft ist größtenteils hügelig. Lößböden dominieren. Die Reben werden in den sieben Anbaugebieten Thrakien/Marmara, der ägäischen Küste, Ankara, der Mittelmeerküste und dem östlichen, südöstlichen und südlichen Anatolien angebaut.
Heute zählt die Türkei zwar nicht zu den führenden Weinproduktionsländern, doch haben die meisten Weine ihren eigenen Charakter. Die besten Weißweine entstehen aus den Sorten Hasandede, Narince und Emir. Die Rebsortenvielfalt der Türkei ist einzigartig. Der Großteil der Trauben wird jedoch für die Herstellung von Rosinen und Sultaninen verwendet. Nur 2-3% gehen in die Weinproduktion. Zu den besten Weinen des Landes zählen Villa Doluca Antika und Kavaklidere Ösel Reserve. Die Aufschrift auf dem Etikett "sarap" bezeichnet einen sehr süßen Wein.
In der Türkei wird die Weinproduktion nicht durch spezielle Weingesetze geregelt.