Seine Geschichte geht auf das 16. Jhdt. zurück. Durch seinen ausgeoprägten Charakter und die stark parfümierte Blume (Rosenduft) ist er leicht zu erkennen. Er trägt maßgeblich zum Rum des Elsasses bei.
Bereits im 16. Jhdt. wurde der Gewürztraminer als eine der Hauptrebsorten im Elsass angeführt. Heute ist etwa ein Fünftel der Rebfläche im Gewürztraminer bestockt. Der Ertrag ist gering. Die Bodenverhältnisse im Elsass sind besonders günstig für die Geschmacksentwicklung des Gewürztraminers. Der Ruhm des Elsasses gründet sich zu einem großen Teil auf diese Rebsorte.
Der ausgeprägte Charakter und die große, stark parfümierte Blume (Rosenduft) mit einem leichten Ton von exotischen Früchten machen diesen Wein unverwechselbar. Mit 14% ist der Gewürztraminer ein relativ alkoholstarker Wein. Der Geschmack ist ölig mit milder Säure. Für gewöhnlich wird er trocken ausgebaut, manchmal weist er jedoch ein gewisses Maß an Restsüße auf. Im Nachgeschmack sind manchmal Bitterstoffe auszumachen. Die trockenen Gewürztraminer sollten jung getrunken werden, sie sind jedoch bis zu 10 Jahren lagerfähig.
Auch beim Gewürztraminer ermöglichen gute Jahre mit später Lese und mit Edelfäule befallenen Trauben die Herstellung von Vendange Tardive und Sélection de Grains Nobles.
In Sélestat und Colmar wachsen die besten Gewürztraminer.