Erstmals im 15. Jhdt. Angepflanzt ist der Riesling wahrscheinlich die älteste Rebsorte im Elsass. Etwa ein Fünftel der gesamten Rebfläche ist heute mit Riesling bestockt. Er genießt einen sehr guten Ruf – man nennt den Riesling den König der Weine und der Reben im Elsass.
Die Bodenbeschaffenheit spielt beim Riesling eine entscheidende Rolle. Der Wein läßt gut erkennen, auf welchem Boden er herangezogen wurde. Kräftige Weine erhält man auf Lehm- und Granitböden. Der Granit verleiht dem Riesling einen Tick mehr Finesse, dafür ein bisschen weniger Kraft. Dem Geschmack am zuträglichsten sind vulkanische Böden. Im Vergleich zu den deutschen Weinen hat der elsässische Riesling einen durchschnittlichen Alkoholgehalt und mehr Kraft im Allgemeinen. Die meisten Weine entfalten ihr volle Potential erst nach einer angemessenen Lagerung. Erst nach einigen Jahren verlieren sie ihre jugendliche Säure, die sie manchmal unzugänglich macht, und entwickeln ein elegantes und blumiges Bukett. Sie sind nach vier Jahren entwickelt und können bis zu zwanzig Jahre gelagert werden. Im Vergleich mit anderen Rebsorten zeichnet sich der Riesling vor allem durch Rasse aus.
Die Trauben werden meist spät geerntet. Aus ihnen entsteht ein kräftiger, fülliger, trockener oder halbtrockener Wein, der Vendange Tardive. Die sehr süßen Sélections de Grains Nobles können nur in guten Jahren hergestellt werden, wenn die Reben von Edelfäule befallen werden.
Zu den besten Anbaugebieten für Riesling zählen u.a. Wolxheim, Dambach-la-Ville, Scherwiller, Ribeauvillé, Hunawihr, Mittelwihr, Kaysersberg, Ammerschwir, Husseren-les-Châteaux, Orschwihr und Thann.
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