Der Großteil der Weine wird in den kleinen Karpaten rund um Bratislava auf den vorherrschenden Lößböden produziert. Die vorwiegend leichten Weißweine gleichen im Charakter den benachbarten österreichischen Weinen aus dem Weinviertel.
Vermutlich gründeten keltische Stämme, die Danubien besiedelten, den Weinbau in der Slowakei. Später drangen slawische Stämme in das Gebiet ein und im slawischen Imperium Moravia (das heutige Mähren und südliche Böhmen) war der Weinbau sehr bedeutend. Nach dem Rücktritt der kommunistischen Regierung (1989) erlebte die Weinindustrie eine Renaissance.
Im flachen bis leicht hügeligen Flußtal des Nitras in den kleinen Karpaten wächst ein Großteil der Reben. Die Reben für Qualitätsweine werden oft an Hängen angebaut.
Dreiviertel der Produktion entfällt auf leichte Weißweine. Der Rest sind Rotweine. Auch die Herstellung von Schaumwein hat in der Slowakei eine lange Tradition. Manche Schaumweine werden nach der Champagner-Methode hergestellt. Der interessanteste Rotwein des Landes ist der Tokajer, besonders Szamorodnin und Tokaj Aszú. Sie werden von einer Genossenschaft in Trna erzeugt. In der großen Weinfabrik in Bratislava-Raca werden Dessertweine und gewürzte Weine hergestellt sowie acht verschiedene Weintypen unter der Marke "Primat" produziert und vermarktet.
Die Rebsorten entsprechen im Großen und Ganzen den österreichischen. Eine Ausnahme ist der Cabernet Sauvignon, den man hier auf ca. 600 ha anbaut.
Das Weingesetz unterscheidet zwischen Premiumweinen, Qualitätsweinen und Tafelweinen und hat seit 1996 Gültigkeit.