Die ersten Weinberge wurden von den Römern auf dem Weg nach Gallien hier angelgt. Vielleicht reicht die Weinbautradition sogar bis zu den Phönizern zurück. Namen wie die Syrah-Traube - eine Rebsorte, die unter dem Namen Shiraz in Persien ihren Ursprung hat - Châteauneuf-du-Pape - benannt nach den Päpsten von Avignon oder Hermitage - nach einem Eremiten aus der Zeit der Kreuzzüge - zeugen auf jeden Fall von einer langen Geschichte. Erst in den letzten Jahrzehnten erlangten die kräftigen Weine dieser Region wieder eine größere Bedeutung.
Die Rhône ist neben der Loire der bedeutendste Weinfluß Frankreichs. Man unterscheidet zwischen nördlicher und südlicher Rhône. Bekannt ist vor allem der feurige Rotwein mit dichter, dunkler Farbe, Konzentration und Würze. Im Süden herrscht mildes Klima, im Norden ist man von den warmen Winden abhängig, um die empfindliche Syrah-Traube reifen zu lassen. Auch die Rebsorten weißer Vionier, Rousanne und Marsanne, Grenache und Cinsault werden angebaut.
Die Qualität der Rotweine ist höchst unterschiedlich. Aus der großen Masse der durchschnittlichen Weine stechen Spitzenweine wie Côte Rôtie, Hermitage und Châteneuf-du-Pape hervor.