In den 16 klimatisch und geologisch ähnlichen Kantonen wachsen Pinot Noir, Müller-Thurgau, Blauburgunder und die Spezialität Räuschling.
Der Reblausangriff und die Industrialisierung reduzierten in der Ostschweiz die Rebfläche, die im 16. Jhdt z.T. 100 mal größer war, drastisch. Das steigende Interesse am Weinbau läßt die Flächen seit einigen Jahren wieder ansteigen. Die Ostschweiz unterteilt sich in 16 Kantone, die sich jedoch klimatisch und geologisch nicht sehr voneinander unterscheiden. Das Mikroklima der Rebberge wird hauptsächlich durch Flüsse und Seen günstig beeinflußt, aber auch in manchen Tälern findet man Weinberge, die sich den Fön als zusätzliche Wärmequelle für die Reben zunutze machen.
Die dominierende Rebsorte ist der Pinot Noir, der hier Weine mit fruchtigem Bukett und Eleganz hervorbringt. Je nach Mikroklima erhält er mehr Kraft oder größere Frische. Meistens ist der Wein leicht und angenehm, manche kräftigeren Jahrgänge brauchen allerdings 3 bis 5 Jahre zum Ruhen. Auf leichten Sandböden gedeiht ein eleganter Müller-Thurgau, wo die Verhältnisse für den Blauburgunder nicht geeignet sind. Eine Spezialität ist der Räuschling. Nach ein bis zwei Jahren entwickelt er einen frischen Duft von Annanas und ist als Aperitifwein oder als Begleiter zu Fisch hervorragend geeignet.