Wie lange der Weinbau im Wallis schon betrieben wird, ist unklar. Wahrscheinlich wurden die Sorten Arvine, Rèze und Humagne von den Römern eingeführt. Beginnend bei Visp erstrecken sich die Weinberge über 100 km weit entlang der Rhone bis zum Ostufer des Genfersees. Wallis ist der größte Weinbaukanton in der Schweiz. Eingeteilt wird dieses Gebiet in Ober-, Mittel-, und Unterwallis. Abgesehen von der geringen Niederschlagsmenge, die hier manchmal Probleme bereitet, finden hier sowohl früh- als auch spätreife Sorten optimale Bedingungen. Viele Weinberge werden künstlich bewässert. Der Kalkgehalt des Bodens ist im Unterwallis am geringsten und steigt gegen Osten hin an. An der Oberfläche findet man meist Schiefer, entlang der Rhone mit Kieselsteinen bedeckt.
Bedingt durch die intensive Sonneneinstrahlung und die mikroklimatische Vielfalt entsteht hier ein reichhaltiges Angebot an trockenen und edelsüßen Weißweinen und kräftigen Rotweinen. Im Wallis wurde 1991 das System der kontrollierten Ursprungsbezeichnung (AOC) eingeführt.
Ein Weinwanderweg, die "Route du Vignoble" führt im östlichen Bereich zu zwei Museen, die dem Weinbau und der Weinkultur gewidmet sind.