Der Chasselas ist mit 50% die wichtigste Sorte von Genf. Es gelten seit 1998 die Vorschriften der AOC.
Das berühmte Gesetz "Lois Gombettes" und andere urkundliche Erwähnungen belegen, daß der Weinbau in Genf eine 1.500-jährige Geschichte hat. Das Gebiet ist in drei Zonen unterteilt - das Mandement am rechten Ufer der Rhone, das Gebiet zwischen Arve und Rhone und das Gebiet zwischen Arve und Genfersee. Günstiges Klima, Seen und Flüße, die Wärme speichern und nachts wieder abgeben und vielfältige Böden, die von scheren lehm- und kalkgemischten Terroirs bis hin zu leichter Molasse reichen schaffen gute Bedingungen für den Weinbau.
400 Winzer bearbeiten die Genfer Rebberge. Ein kleiner Teil vermarktet die Weine selbst. Die Hälfte der Rebfläche nimmt der Chasselas ein. Er wird Perlan genannt und fällt hier krätiger aus als anderswo. Zu den Weißweinspezialitäten zählen Chardonnay, Pinot Gris und Aligoté. Mit 80% führt der Gamay die roten Sorten an. Er erinnert an Beaujolais, was an seiner außerordentlichen Fruchtigkeit liegt. Der Pinot Noir präsentiert sich hier als leichter und eleganter Wein.
Seit 1998 gelten in Genf Vorschriften, die über die AOC erlassen wurden. Demnach dürfen Weine mit 1kg/m² und mehr Naturzuckergehalt das Label "AOC Premier Cru" tragen, während die übrigen als "AOC communale" bezeichnet werden.