Auf der früher stark bewaldeten Insel Madeira baut man heute Wein der vier Sorten Serical, Verdelho, Bual (Boal) und Malmsey an.
Madeira war schon den Phöniziern bekannt, die es wegen des dichten Waldbewuchses jedoch für unbewohnbar hielten. 1419 wurde die Insel dann von den Portugiesen in Besitz genommen. Der Wald wurde vollständig abgebrannt und die Fläche landwirtschaftlich genutzt. Zu den ersten Erzeugnissen zählten Rohrzucker und die Malvasia-Traube. Auf dem Weg in die neuen Kolonien machten die englischen Überseeschiffe gerne auf Madeira halt um u.a. den örtlichen Wein zu laden. Der Mehltauangriff und die Reblaus haben der Region schwer zugesetzt. Der Weinbau hat sich heute immer noch nicht vollständig erholt.
Madeira ist bezeichnet eigentlich eine ganze Inselgruppe im Atlantik, ist jedoch auch der Name der Hauptinsel. Die Landschaft besteht aus hohen Bergen, steilen Felsen und üppiger Vegetation. Die Anbauflächen liegen mit 1000 m ü.M. recht hoch. An der Südseite liegen die besten Weinberge. Der Boden der Insel ist vulkanisch, bestenfalls mit Lehm vermischt.
Der Madeira-Wein wird in die vier Grundtypen Sercial, Verdelho, Bual und Malmsey eingeteilt und wird aus den Rebsorten Sercial, Verdelho, Bual, Malvasia, Tinta Negro Mole und Terrantez, Candida, Bastrado und Alicante hergestellt.