Die Glanzzeit der Provence im 14. und 15. Jhdt. ist vorbei. Erst in den letzten Jahren haben mehrere Bezirke AOC oder VDQS-Status erreicht. Die Rotweine sind in der Regel interessanter als die hier erzeugten Weißweine.
Seit der Glanzzeit der Provence rückten die anderen Weingebiete immer mehr vor, wohingegen die Provence immer mehr an Bedeutung verlor. Die arme Bevölkerung hatte vorrangig andere Probleme zu lösen und konnte sich nicht auf die Qualitätsweinproduktion konzentrieren. Seit 1977 haben vier Bezirke AOC-Status erreicht. Es sind dies Côtes de Provence, Côteaux d'Aix-en-Provence, Coteaux Varois und Coteaux des Baux.
Das Klima ist mit seinen gut 3000 Sonnenstunden im Jahr einerseits dem Weinbau sehr zuträglich, kann mit gewaltigen Wolkenbrüchen und Stürmen im Herbst auch große Schäden anrichten. Nicht in jedem Jahr gelingt es, die Reben vor den verheerenden Herbststürmen zu retten.
In der Provence sind innsgesamt 58 Rebsorten zugelassen. Die wichtigsten sind Grenache, Carignan, Cinsault, Mourv, Syrah für die roten Weine und Bourboulenc, Clairette, Ugni Blanc, Grenache Blanc und Vermentino für weiße. Von fast jeder Sorte gibt es regionale Variationen. Von den hier hergestellten Weinen sind die Roséweine am bekanntesten. Die roten Sorten werden in Zukunft interessant sein, die weißen Weine sind meist flach und haben einen niedrigen Säuregehalt. Es gibt jedoch immer wieder Ausnahmen, die diese Regel bestätigen.