Shakespeare schätzte den Weißwein von Bucelas. Carvavelos hatte früher bedeutend mehr Rebflächen. In Colares erfolgt die Vinifizierung sämtlicher Weine.
Bucelas
Früher hoch geschätzt, sind die Weine aus Bucelas heute fast in Vergessenheit geraten. Seit 1911 hat die Region Regiao Demarcada Status, heute ist sie eine eigenständige DOC.
Auf den Hügeln rund um Bucelas dominieren Kalkböden und sandige Tonerde. Die Sommer sind recht kühl. Die Weine sind vorwiegend weiß, trocken und fruchtig. Das kühle Klima sorgt für reichlich Säure und Spritzigkeit im Wein. Nach längerer Lagerung werden sie weicher. Arinto ist die führende Rebsorte, gefolgt von Esgana.
Carcavelos
Im 18. Jhdt. war die Rebfläche dieser Region wesentlich größer. Heute ist sie die kleinste der drei Regionen. Zwischen Lissabon und Estoril gelegen droht der stetig anwachsende Tourismus den Weinbau zu verdrängen. Die Weine aus Carcavelos werden verstärkt (18% Vol. Alc., 15 g Zuckergehalt). Das Bukett ist nußähnlich, der Geschmack erinnert an Mandeln. Die Qualität der Weine ist erstaunlich hoch und steigert sich sogar noch bei längerer Lagerung.
Colares
1154 erstmals erwähnt wurde hier 1931 die Genossenschaft Adega Regional gegründet. Heute werden alle Weine der Region hier vinifiziert. Gelagert werden die Weine jedoch in den Kellern der Winzer. Die Lage am Atlantik macht es notwendig, die Weinberge mit geflochtenem Schilf oder Kunststofffolien vor den salzigen Winden zu schützen. Die Sandböden bieten der Reblaus keine Überlebensmöglichkeit. Colares blieb also vom großen Reblausangriff verschont. Die Reben sind immer noch ungepfropft. Die Weine mit kirschroter Farbe sind vollmundig und kräftig. Erst nach längerer Lagerung werden sie zugänglich. Oft werden sie in Eichenfässern ausgebaut, auch wenn diese Art der Lagerung in dieser Gegend unüblich ist. Die führende rote Rebsorte ist Ramisco, gefolgt von Moral, Parreira Matias. Die einfacheren weißen Sorten sind Malvaisa, Arinto und Donna Branca.