Beide Regionen genießen den gleichen guten Ruf. Die Rotweine ähneln einander mit ihrem kräftigen und tanninreichen Stil. Beide Regionen haben DOC-Status.
Die Geschichte dieser beiden Regionen reicht bis ins 12. Jhdt. zurück. Schon 1908 wurde Dão als Regiao Demarcada anerkannt, Bairrade folgte 1979.
Dão ist die größere der beiden Regionen, mit vorwiegend Granitbergen, die von Flüssen durchschnitten werden. Bairrada liegt im westlich von Dão. Die Landschaft ist hügelig, die Nähe zum Atlantik beschert nach dem kurzen, trockenen Sommer eine relativ lange Zeit des Regens. Die Winter werden jedoch nicht so kalt, wie in Dão. In Bairrada herrschen Kalkstein- und schwere Lehmböden vor. Die Lehmböden werden als "barros" bezeichnet.
Die sich ähnelnden Rotweine sind tanninreich und werden nach einigen Jahren der Lagerung weicher. Weine aus Dão haben einen höheren Glyzeringehalt, was aus einer längeren Vergärung resultiert. Die Weine aus Bairrada werden z.T. als Basis für Weine, die für lange Flaschenlagerung geeignet sind (Garrafeira-Weine) verwendet. Eine Spezialität aus Bairrada sind die weißen Schaumweine, die nach der Champagner-Methode hergestellt werden. An Rebsorten verwendet man in beiden Regionen Touriga Nacional, Tinta Amarela, Jean, Arinto do Dão, Borrado das Moscas, Cerceal, Fernao Pires, Barcelo, Baga, Joao de Santarém, Castelao und Tinta Pinhera, Maria Gomes, Bical und Rabo de Ovelha.