Die Weinbautradition im Burgund gründet sich auf die Griechen, die um 600 v.Chr. die Weinrebe hier einführten. Durch die Jahrhunderte hindurch war Burgund immer ein blühendes Weinbaugebiet. Nach den Römern sorgten im Mittelalter speziell die Klöster für eine Weiterentwicklung und Verfeinerung der Anbaumethoden. Einen großen Einbruch in der Weinproduktion gab es, wie im übrigen Frankreich, im 19. Jhdt. - Reblaus und Mehltau vernichteten den Großteil des Stockbestandes.
Das Gebiet umfaßt, die Enklave Chablis ausgenommen, einen langgezogenen Landstrich zwischen Dijon im Norden und Lyon im Süden. Südlich von Dijon findet man die sogenannten "Goldhänge" Côte de Nuits und Côte de Beaune. Die südlichste Region ist Beaujolais, dazwischen liegen Mâconnais und Côte Chalonnaise. Das eher rauhe Kontinentalklima eignet sich besser für die Weißweinherstellung. Große Bedeutung kommt dem Mikroklima zu. Die kalkhaltigen Lehmböden in Chalblis lassen vornehme Weine gedeihen. In der Côte d'Or wachsen die Reben auf gut drainnagiertem Kalksteinboden. Auch Lehm und Schlammeinlagerungen sowie kalkhaltiger Kies kommen vor.
Die Weine sind im Norden füllig und alkoholreich. Hier werden vorwiegend Rotweine hergestellt. Die Rotweine aus dem südlichen Beaujolais sind fruchtig, frisch und süffig. Sie sollten jung getrunken werden. Weißweine fallen immer trocken aus, oft konzentriert und durch den Eichenausbau buttrig. In Chablis können sie aber auch leicht und fruchtig sein, mit hoher Säure. Auch Schaumwein wird nach der "Champagner-Methode" hergestellt. Zu den Besonderheiten des Gebiets zählen der Bourgogne Passe-tout-grains, ein leichter, fruchtiger Wein aus 1/3 Pinot Noir und 2/3 Gamay und der Bourgogne Aligoté, ein stark säurebetonter und leichter Weißwein.
Die Hauptrebsorten sind Chardonnay, Aligoté bei den weißen Sorten und Pinot Noir und Gamay bei den roten. Weiters werden César, Tressot, Pinot Blanc, Sacy und Melon de Bourgogne. Ihnen kommt aber nur eine gringe Bedeutung zu.