Europa hat eine sehr lange Weinbautradition. Früher galt der Wein als wichtigstes Heilmittel. Heute bietet Europa vom Qualitätswein bis zum Tafelwein ein reichhaltiges Weinangebot.
Schon im ersten vorchristlichen Jahrhundert kultivierte man im europäischen Mittelmeerraum Weinreben. Von der Türkei aus breitete sich der Weinanbau über ganz Europa aus. In Griechenland war Wein während der Zeit des Dyonisoskults ein magisches Rausch- und Heilmittel. Die Römer organisierten den Weinanbau dann im großen Stil und machten Wein zur Handeslware. Viele der heute berühmten Weinanbaugebiete wurden in dieser Zeit angelegt. Nach den Römern kümmerten sich vor allem die Klöster um die Weiterentwicklung der Rebkulturen. Im 18. und 19. Jhdt. fielen der Großteil der Reben einem massiven Reblausangriff zum Opfer. Nur wenige Gebiete blieben verschont und produzieren heute noch ungepfropfte Weine.
Europa zählt mengen- und qualitätsmäßig zu den größten Weinproduzenten der Welt. Der Markt wird von Frankreich und Italien beherrscht. Von dort kommen auch die besten Qualitätsweine. Die meisten dieser Qualitätsweine sind restlos vergorene Rot- oder Weißweine, aber auch verstärkte Süßweine. Der Ausbau in Eichenfässern erfreut sich in Europa großer Beliebtheit.
Die berühmtesten Rebsorten stammen aus Frankreich. Zu ihnen zählen Cabernet Sauvignon,Merlot und Pinot Noir für Rotweine und Chardonnay, Sauvignon Blanc und Pinot Blanc für weiße Weine. Für die "Burgunder-Sorten" existieren viele verschiedene Namen.
Das Weingesetz ist größtenteils einheitlich und findet in letzter Zeit auch außerhalb von Europa bzw. der Europäischen Union Anwendung.